Wasserwerk Glohdenhammer

Hintergrund

Zur Ausnutzung des lokalen Wasserdargebotes durch die existierenden Brunnen war es geboten, die Aufbereitung im WW Glohdenhammer zu ertüchtigen. Die ca. 50 m tiefen Brunnen wurden in den Jahren 1909-1911 am “Sauwehr” niedergebracht.

Das WW in seiner alten Konfiguration wurde am 30.06.2007 wegen der nicht mehr korrekt funktionierenden Filteranlagen und der dadurch sich einstellenden Grenzwertüberschreitungen  verschiedener zu untersuchender Qualitätsparameter von der Netzeinspeisung getrennt. Nun musste für das weggefallene Eigenaufkommen teures Fernwasser aus der Talsperre Leibis bzw. Wasserwerk Zeigerheim gekauft werden. Da das auf Dauer nachweislich nicht die wirtschaftlichste Lösung war und die Preissteigerung der TFW bereits im Raum stand, entschloss sich der ZV TAWEG das Wasserwerk zu modernisieren um das eigene und preiswertere Eigenaufkommen nutzen zu können. Dies betrifft finanziell gesehen alle Wasserverbraucher im Verbandsgebiet.

Technische Daten

Aufbereitungsmenge:

Ausbaugröße:   634.000,- Liter pro Tag (28,8 m³/h)

Jahresmenge:   200.000,- m³/Jahr

Verteilung:

Förderung über die Pumpstation “Randels Wiesen” in die Hochbehälter Herrenreuth und Obergrochlitz

Versorgungsgebiete:

gesamtes Stadtgebiet Greiz

Kosten

Angaben in Brutto

Auftrag: 1.250,00 T€
Nachträge 4,00 T€
Planung: 130,00 T€
Fördermittel: 0,00 T€

Zeitschiene

Die neue Technik in die alte Bausubstanz zu integrieren war sowohl für die Planer als auch für die Ausrüster eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. So sollte eigens für das Einbringen der 4,72 m hohen Kiesfilter mit einem Durchmesser von 2.0 m das Dach entfernt und wieder aufgesetzt werden, wobei die Folgen für die Dachkonstruktion und deren Dichtheit nicht genau bekannt waren.

Der ZV TAWEG hat sich daher mit WKS auf deren Nebenangebot geeinigt, was das Einbringen der Filter durch die Tür beschrieb. Dafür wurde eigens die aus 1964 stammende Kranbahn vom TÜV untersucht.

Baubeginn war der 21.05.2014 mit Demontage- und Abbrucharbeiten. Gleich danach erfolgten die Aushub- und Schalarbeiten für die Absetzbecken und Filterfundamente. Im weiteren Verlauf entstanden im Außenbereich die geplanten Leitungen für Rohwasser von den Brunnen, Reinwasser Richtung HB Laagweg (zur Weiterverteilung) und Abwasser aus den Filterbecken. Die Dosierbehälter für Natronlauge und Eisen-3-Chlorid wurden vorgefertigt und über bauzeitliche Montageöffnungen im ehemaligen Kohlebunker eingebracht.

Aufgrund Lieferschwierigkeiten des Herstellers konnten die ca. 10 m³ fassenden Filterbehälter erst in der ersten Oktoberwoche aufgestellt werden. Nun war für alle Gewerke plötzlich Hochdruck angesagt. Der Bau konnte endlich die Auffangtasse für die Natronlauge einschließlich Sicherheitsbehälter errichten. Die Ausrüster schraubten Rohre, Armaturen und Formstücke und Antriebe an die zahlreichen Stutzen der Behälter und Ionenaustauscher. Die Elektriker konnten endlich Schaltschränke aufstellen und die gesamte Anlage mit knapp 4000 m Kabel unterschiedlichster Dimensionen versehen.

Der Zeitaufwand zur Programmierung sämtlicher Steuerteile, E- Antriebe, Mess- und Regeleinheiten, Dosiermengen, Filterspülzeiten und grenzwertüberwachenden Analysegeräte und deren tadellos funktionierendes Zusammenspiel hat einen doch recht hohen Anteil an der Inbetriebnahmephase. Nach einer aufregenden Einfahr- und Probebetriebszeit erfolgte mit amtlicher Genehmigung am 21.05.2015, also knapp 8 Jahre nach Einstellung der Trinkwasser-Einspeisung die technische Inbetriebnahme und Einspeisung des in der neuen Anlage produzierten Trinkwassers in das Versorgungsnetz.

Baubeginn 21.05.2014
Inbetriebnahme 21.05.2015
Einweihung 09.07.2015

Beteiligte Firmen (Auszug)

Hauptauftragnehmer

Auftragnehmer Ausrüstung
wks Technik GmbH , NL Thüringen
Steinbrüchenstraße 11
99428 Nohra-Weimar

Auftragnehmer EMSR
AlTeNa Schaltanlagen
Geraer Straße 26
07570 Wünschendorf

Auftragnehmer Tiefbau
Caspar Bau GmbH
Werdauer Straße 9b
07973 Greiz

Planendes und Bauleitendes Ingenieurbüro
INGENIEURBÜRO LOPP
Planungsgesellschaft mbH
Freiherr-vom-Stein-Allee 5
99425 Weimar

Nachunternehmer

Hochbau:
ZIBA-Bau GmbH
An der gGoldenen Aue 7
07973 Greiz

Schlosserarbeiten:
Schmiederei und Metallbau Kätzel
Plauensche Straße 64
07973 Greiz (Moschwitz)

Bilder

Zweckverband Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung
Weiße Elster - Greiz (ZV TAWEG)
An der Goldenen Aue 10
07973 Greiz

Telefon: (03661) 61 70
Telefax: (03661) 61 71 50

info@taweg-greiz.de
Verbandsvorsitzender: Herr Gerd Grüner
Geschäftsleiterin: Frau Ines Watzek
Eigenbetrieb Wasserversorgungs- und Abwasserbehandlungswerke (WAW)
An der Goldenen Aue 10
07973 Greiz

Telefon: (03661) 61 70
Telefax: (03661) 61 71 50
Werkleiterin: Frau Ines Watzek

Fördermittelbekanntmachung