Geschichtliches

Die mechanische Kläranlage Greiz im Kupferhammer

Baujahr 1937/38 – Außerbetriebnahme 1998

Die Kläranlage Greiz wurde zur Reinigung von 1500 m3/Tag häuslichen und 100 m3/Tag gewerblichen Abwassers errichtet. Dies entsprach einem maximalen Trockenwetterzufluß von 46,5 l/s.

Das Stadtzentrum mit circa 30000 Ein- wohnern entwässerte bis dato im Misch- system über ein ausgebautes Schleu- sennetz. Für weitere 10000 Einwohner der Greizer Vororte wurden die Abwässer landwirtschaftlich verwertet.

 

Zur Vorreinigungsstufe der Kläranlage gehörten ein zweistraßiger Sandfang und ein Grobrechen mit Notumlauf. Die Bauwerke wurden als Betongerinne ausgeführt und für Hand ausräumung eingerichtet.

Aus der Vorreinigung wurde das Abwasser einem Sammelschacht der Pumpenanlage zugeführt. Diese bestand aus 4 Pumpensätzen, die das Abwasser mit gestaffelter Leistung von insgesamt 6000 l/min. auf eine Förderhöhe von 6 bis 7 Meter heben konnten.

 

Zwei mit geringer Leistung ausgelegte Pumpen wurden für die Förderung der gewöhnlichen Trockenwetterzuflusses vorgesehen, die zwei anderen größeren Pumpensätze für Stoßbelastung und bei Regen für das Doppelte des höchsten errechneten Trockenwetterzuflusses. Größere Wassermengen wurden durch einen Regenauslaß abgeworfen.

Das Abwasser wurde aus dem Pumpensammelschacht in die Absetzanlage gehoben. Diese bestand aus zwei nebeneinanderliegenden Absetzbecken mit einem nutzbaren Absetzraum von je 290 m3.

 

Der Schlamm wurde mit einem Schlamm- räumer in die am Beckenkopf angeordneten Schlammtrichter geschoben. Diese waren für eine einmalige Räumung pro Tag mit je 25 m3 ausgelegt. Aus den Trichtern konnte der Schlamm über einen Sammelschacht in das Erdfaulbecken gepumpt werden.

Das Erdfaulbecken war als offenes Becken zwischen Erddämmen mit einem Nutzinhalt von 6500 m3 ausgebildet. Dies gewährleistete die Schlammaufnahme eines Jahres und eine vollständige Ausfaulung.

 

Das Schlammwasser konnte über einen abgetrennten Sammelschacht dem Ablauf der Absetzbecken oder deren Zulauf zur nochmaligen Reinigung zugeführt werden. Der ausgefaulte Schlamm wurde zur Trocknung auf Schlammtrockenplätze mit einer Gesamtfläche von 1500 m² gepumpt.
Die mechanische Kläranlage reinigte bis zur Inbetriebnahme der vollbiologischen Kläranlage im Oktober 1998 die Abwässer der Stadt Greiz.

 

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