KA Naitschau

Technische Daten

Ausbaugröße: 550 EW
Trockenwetterzufluss: Qt = 3,2 l/s = 11,5 m³/h
Tageszufluss (einschl. Fremdwasser) Qs + Qf = 155 m³/d
Grenzwerte Ablauf: CSB 150 mg/l; BSB5 40 mg/l; Nges 18 mg/l; Pges 2 mg/l
Vorfluter: Leuba
Entwässerungsgebiet: Naitschau Ortslage (überwiegend angeschlossen)

Betrieb auch bei Hochwasser HQ 100 gesichert

 

 

Hauptkomponenten & Funktionsprinzip

Mechanische Reinigung mit Zulaufpumpwerk
Die Siebanlage besteht aus einem Siebkorb und einer senkrechten Fördereinheit. Beide sind miteinander gekoppelt. Der Siebkorb ist als Lochblech gestaltet und besitzt eine Lochung von 6 mm Lochdurchmesser. Das AW wird aus ca. 5,30 m Tiefe zur Weiterbehandlung in die biologische Reinigungsstufe gepumpt.

 

Biologische Reinigung / Belebungsbecken
Das mechanisch gereinigte Abwasser wird in das Belebungsbecken gepumpt. Dies ist das Kernstück der biologischen Abwasserbehandlung. Gleichzeitig erfolgt die simultane aerobe Schlammstabilisierung. Durch die Zuführung von Sauerstoff und die Rückführung von sedimentiertem Belebtschlamm aus der Nachklärung werden die biologischen Abbauprozesse intensiviert.

 

Phosphatfällung
Dies erfolgt zur Verringerung des Phosphateintrages in das Gewässer. Erforderlich hierfür ist eine separate Fällmittelstation in welcher die Dosiertechnik und das Fällmittellager untergebracht ist.

 

Nachklärung
Die Nachklärung ist als vertikal durchströmtes Rechteckbecken ausgebildet. Das Klarwasser wird unter der Wasseroberfläche über ein gelochtes Tauchrohr abgeleitet, welches auch verhindert, dass Schwimmschlamm ausgetragen wird.

 

Schlammstapelbecken
Becken zur Speicherung (Stapelung) des Überschussschlammes aus der biologischen Reinigung, Abfuhr zur weiteren Schlammbehandlung und -entwässerung; Transport zur KA Greiz, Volumen für Standzeit von 60 Tagen

 

Rücklaufschlamm- und Überschussschlammpumpwerk
ist als separater Pumpenschacht ausgeführt. In der Pumpenkammer sind zwei Rücklaufschlamm- und eine Überschussschlammpumpe angeordnet.

 

Betriebsgebäude
Das Betriebsgebäude der Kläranlage Naitschau ist nicht ständig besetzt, sondern wird nur zu
Kontroll-, Wartungs- und Reparaturzwecken genutzt. Es besteht aus den Funktionsräumen: Schaltwarte mit Aufenthaltsraum und Waschraum, Gebläseraum.

 

 

verbaute Materialien für Baukörper der Kläranlage

2000 m³ Bodenaushub davon ca. 1000³ Beräumung einer Mülldeponie unserer Vorfahren.
1000 m Kanal u. Pumpleitungen, 4000 m Kabel, 500 m³ Beton

 

 

Kosten

Auftrag 1.154,- T€
Planung 196,- T€
Fördermittel geplant 557,- T€ (bisher ausgezahlt 546,- T€)

 

 

Zeitschiene

Baubeginn lt. Auftrag war am 10.09.2012
Probebetrieb begann am 19.11.2013
feierliche Inbetriebnahme am 20.11.2013
ursprüngliche Fertigstellung laut Auftrag 30.10.2013
tatsächliche Abnahme am 18.12.2013 (langer Winter, Müllablagerungen im
Baugrund)

 

 

Beteiligte Firmen (Auszug)

Hauptauftragnehmer: Bilfinger Regio Bau GmbH, Erfurt
Nachunternehmer EMSR: AlTeNa Schaltanlagen, Wünschendorf
Nachunternehmer Ausrüstung: WKS Group GmbH, Dresden
Bauleitendes Ingenieurbüro: Milz-Wasserwirtschaft, Jena
Ingenieurbüro Elektroausrüstung: Ing-Büro SSP Jürgen Seidel, Staitz
SIGEKO: IfBW Olzscha, Pausa

 

Kläranlage Naitschau, mechanische Reinigung

Kläranlage Naitschau, Gebläseraum

Kläranlage Naitschau

Kläranlage Naitschau, mechanische Reinigung u. Zulaufpumpwerk

Kläranlage Naitschau, Phosphoreliminierung

Kläranlage Naitschau, Detail Belebungsbecken

Kläranlage Naitschau, Detail Belebungsbecken

Kläranlage Naitschau, feierliche Inbetriebnahme am 20.11.2013 mit Herrn G.Grüner (Verbandsvorsitzender) und Frau I.Watzek (Geschäftsleiterin)

Zweckverband Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung
Weiße Elster - Greiz (ZV TAWEG)
An der Goldenen Aue 10
07973 Greiz

Telefon: (03661) 61 70
Telefax: (03661) 61 71 50

info@taweg-greiz.de
Verbandsvorsitzender: Herr Gerd Grüner
Geschäftsleiterin: Frau Ines Watzek
Eigenbetrieb Wasserversorgungs- und Abwasserbehandlungswerke (WAW)
An der Goldenen Aue 10
07973 Greiz

Telefon: (03661) 61 70
Telefax: (03661) 61 71 50
Werkleiterin: Frau Ines Watzek

Fördermittelbekanntmachung