KA Dölau

Erste Ausbaustufe 800 EW

 

 

Technische Daten

Ausbaugröße:
derzeit 1. Stufe: 800 EW (EW…Einwohnerwerte = Einwohner + Gewerbe)
Endaubaustufe 1.200 EW

 

Zuflussmengen:
QT = 6,7 l/s (Liter/Sekunde) im Trockenwetter = 24 m³/Stunde
QS + QF = 288 m³/d Summe von Schmutzwasser und Fremdwasser

 

Anforderungen/Grenzwerte Ablauf:
CSB 110 mg/l; BSB5 25 mg/l; Nges 40 mg/l; Pges 2 mgl/l

 

Einzugsgebiet:
Dölau, Rothenthal und Sachswitz (mit Pumpstationen), Pfarrweg und Eichleite (mit Elsterdüker), langfristig Caselwitz

 

Hauptkomponenten

Geröllfang

Zulaufpumpwerk
Schacht, Durchmesser 2000 mm, 6,78 m tief
2 nass aufgestellte Pumpen im Wechselbetrieb, 7,85 Meter Höhenunterschied

 

Mechanische Reinigung
Feinrechen (Siebrechen), Spaltweite 2-3 mm mit Rechengutwäsche und -presse (50% Volumenverkleinerung), wasserstandsabhängige Regelung

 

Belüfteter Sand- und Fettfanganlage
als Langsandfang mit Fettabscheidekammer, (Erzeugung einer Luftwalze, Sand setzt sich ab, Schlamm in Schwebe, Fett und Schwimmstoffe sammeln sich in Kammer)

 

Biologische Reinigungsstufe
Rotationsscheibentauchkörperanlage in modulartigem Aufbau zwecks Erweiterungs- möglichkeit; 2. Ausbaustufe + 400 EW
Herstellerfirma: Stenglin-Specker GmbH, Bad Dürbheim
Durchmesser der Scheiben 3,60 m; Wassertiefe 1,50 m; Wasserstand 1,35 m; Nutz- volumen 45m³; 2 Walzen insgesamt 510 Scheiben mit einer effektiven Fläche von 10.382 m²

 

Phosphateliminierung
durch Fällung mit Eisensalzen

 

Nachklärung
2 parallele, vertikal durchströmte Nachklärbecken mit Lamellenklärer in Form eines Dortmundbrunnen (mit Lamellenklärsystem zur Verringerung der Durchlauf- geschwindigkeiten); Tiefe 4,35 m; Wasserstand 3,85 m

 

Schlammstapelbecken
Rundbecken mit 2 Kammern zur Speicherung des Überschussschlammes aus der biologischen Reinigungsstufe. Abfuhr zur weiteren Schlammbehandlung und -entwässerung, Transport zur KA Greiz, Nutzvolumen = 123 m²; für Standzeit von ca. 120 Tagen; Durchmesser 6,00 m, Tiefe 4,50 m

 

Betriebsgebäude mit folgenden Funktionsräumen:
Schaltwarte, Probenahmeraum, Lagerraum/Fällmittelbehälter, mechanische Rei- nigung, Flur/Sanitärräume -> nicht dauerhaft besetzt

 

 

Funktionsprinzip

Die den biologischen Reinigungsprozess durchführenden Mikroorganismen bilden auf der Oberfläche der sich fortwährend drehenden Scheiben den sog. “biologischen Rasen”. Die Drehung verursacht die Durchmischung des Abwassers und gewährleistet die Sauerstoffversorgung der Mikroorganismen. Die biologisch abbaubaren, organischen Schmutzstoffe werden vom jeweils untergetauchten Teil des Scheibenbewuchses aufgenommen und zu Substrat oxidiert, während die Sauerstoffsättigung des Bewuchses in der Luftphase passiert. Der so aufgenommene Sauerstoffvorrat wird während des Eintauchens wieder an das sauerstofffreie Abwasser abgegeben.

 

Verbaute Materialien für Baukörper der Kläranlage

3000 m³ Erdaushub
8 Schächte, 440 m Kanal und Pumpleitung
500 m Kabel
250 m³ Beton, 21 Tonnen Stahl für Bewehrung

 

Kosten

Bauleistungen: 1.351.000 € (einschl. Nachträge)

Ingenieurleistungen: 135.000 € (ca. 10%)

Fördermittel: 616.000 €

 

Bei Einhaltung der strengeren Ablauf-Grenzwerte muss der Zweckverband weniger Abwasserabgabe als für die Einleitstellen an den Freistaat Thüringen zahlen. Bezogen auf den Endausbau ist hierbei mit geringeren Abgaben in Höhe von zirka 10.000 € jährlich zu rechnen.

 

Zeitschiene

Spatenstich: 30.10.2009

Baubeginn: 02.11.2009

Richtfest: 03.06.2010

Beginn Probebetrieb: 04.11.2010

Fertigstellungstermin: 30.11.2010

Abnahme / Anlagenübergabe: 17.01.2011

Zweckverband Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung
Weiße Elster - Greiz (ZV TAWEG)
An der Goldenen Aue 10
07973 Greiz

Telefon: (03661) 61 70
Telefax: (03661) 61 71 50

info@taweg-greiz.de
Verbandsvorsitzender: Herr Gerd Grüner
Geschäftsleiterin: Frau Ines Watzek
Eigenbetrieb Wasserversorgungs- und Abwasserbehandlungswerke (WAW)
An der Goldenen Aue 10
07973 Greiz

Telefon: (03661) 61 70
Telefax: (03661) 61 71 50
Werkleiterin: Frau Ines Watzek

Fördermittelbekanntmachung