Zweckverband Trinkwasserversorgung
und Abwasserbeseitigung
Weiße Elster-Greiz

An der Goldenen Aue 10, 07973 Greiz

Telefon: (03661) 617 - 0
Telefax: (03661) 617 - 150

E-Mail: info@taweg-greiz.de

Sprechzeiten:

Dienstag: 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr
12:30 Uhr bis 15:00 Uhr
Donnerstag: 08:30 Uhr bis 12:00 Uhr
12:30 Uhr bis 17:30 Uhr

Bereitschaftsdienst: (03661) 617 - 0

Trinkwasser

TW-Hausanschluss  und  WasserzÀhler

Wasser ist unser kostbarstes Lebensmittel. Seine QualitÀt hat unmittelbare Auswirkungen auf unsere Gesundheit. In Deutschland gelten deshalb strenge QualitÀtskriterien.
Die Wasserversorgungsunternehmen achten zudem darauf, dass unser Trinkwasser gut behĂŒtet in die Haushalte gelangt. Das betrifft natĂŒrlich auch die letzte Strecke, die Verbindung zwischen der Versorgungsleitung des Wasserversorgers und der Hausinstallation.
Als Betreiber haben Sie zwar die Verantwortung fĂŒr die Installation, sind aber normalerweise nicht in der Lage und damit auch nicht berechtigt, die Arbeiten fĂŒr den Trinkwasser-Hausanschluss durchzufĂŒhren sowie die notwendigen technischen Maßnahmen zum Schutz des Trinkwassers zu treffen. Im Interesse Ihrer Gesundheit sollten Sie deshalb neben der Neuerstellung auch alle anderen Arbeiten, wie Änderungen, Erweiterungen und Reparaturen an der Trinkwasser-Hausinstallation von einem Fachmann ausfĂŒhren lassen, der im Installateurverzeichnis des Zweckverbandes TAWEG eingetragen ist.

 

Trinkwasser-Neuanschluss

Wer beantragt einen Hausanschluss?

Der Bauherr, der zugleich GrundstĂŒckseigentĂŒmer ist, beantragt die Trinkwasser-Anschlussleitung. DafĂŒr vorgesehene Formulare schicken wir Ihnen gern zu oder steht nachfolgend zum herunter laden bereit.


Beantragung Errichtung/Änderung Trinkwasserhausanschluss

Dem Antrag ist ein amtlicher Lageplan (Kopie einer Flurkarte) des GrundstĂŒckes und ein Kellergeschoss-Grundriss mit der gewĂŒnschten LeitungsfĂŒhrung beizufĂŒgen.

 

Was ist bei der Bauplanung zu beachten?

Die Herstellung und Inbetriebnahme eines Neuanschlusses kann auch von örtlichen Gegebenheiten abhĂ€ngen. Bitte stellen Sie den Antrag so rechtzeitig wie möglich! Nach Bearbeitung Ihres Antrages durch uns erhalten Sie die Formulare zur Auftragserteilung. Einen Kostenvoranschlag fĂŒr den privaten Bereich erhalten Sie direkt vom beauftragten Bauunternehmen.

 

Wer legt die LeitungsfĂŒhrung fest?

Überlegen Sie zunĂ€chst, wo sich die geeignete Übergabestelle fĂŒr Trinkwasser im GebĂ€ude befinden soll.
Dabei ist angeraten, einen Hausanschlussraum fĂŒr alle AnschlĂŒsse vorzusehen. Die Übergabestelle muss trocken, begehbar und frostfrei sein und sollte an der straßenwĂ€rts gelegenen Hauswand liegen, damit ein fĂŒr Sie kostengĂŒnstiges Erstellen der Hausanschlussleitung möglich ist.
Den endgĂŒltigen Verlauf der Hausanschlussleitung als Verbindung zwischen der Versorgungsleitung des Wasserversorgers und Ihrer Hausinstallation legen die Fachleute des Zweckverbandes TAWEG fest, wobei Ihre WĂŒnsche weitgehend BerĂŒcksichtigung finden.

 

Was gehört alles zur Trinkwasser-Hausinstallation?

Zur Trinkwasser-Hausinstallation, auch als Kundenanlage bezeichnet, gehören alle nach dem Hauptabsperrventil (i.d.R. vor dem WasserzĂ€hler befindlich) sich anschließenden Leitungen und Anlagen, inkl. der ZĂ€hlergarnitur.
Davon ausgenommen ist lediglich der WasserzÀhler, der Eigentum des Wasserversorgers ist und bleibt.

 

Wer erstellt die Trinkwasser-Hausinstallation?

Die Erstellung der Trinkwasser-Hausinstallation in Eigenleistung ist nicht gestattet. Hier ist vom Bauherrn ein Installationsunternehmen zu beauftragen, das im Installateurverzeichnis des Zweckverbandes TAWEG eingetragen ist. Nur so ist gewÀhrleistet, dass die Trinkwasser- Hausinstallation unter Beachtung der gesetzlichen und behördlichen Bestimmungen sowie nach den anerkannten Regeln der Technik (DIN 1988) hergestellt wird.

 

Wie ist es mit Trinkwasser wÀhrend der Bauzeit?

Wenn das GrundstĂŒck durch die öffentliche Wasserversorgung erschlossen ist und die Hausanschlussleitung bereits am GrundstĂŒck anliegt, kann nach Einbau eines WasserzĂ€hlers durch den Zweckverband TAWEG so genanntes Bauwasser entnommen werden. Es ist jedoch darauf zu achten, dass der „Bau“-WasserzĂ€hler besonders gegen BeschĂ€digung und Frost geschĂŒtzt wird.

 

Was muss der Bauherr bezahlen?

Die fĂŒr die Herstellung des Hausanschlusses erforderlichen Genehmigungen, Erlaubnisse, Zustimmungen usw. sind vom Anschlussnehmer (Bauherr) auf eigene Kosten einzuholen. Die Kosten fĂŒr die Erstellung des Hausanschlusses werden entsprechend der gĂŒltigen Satzungen des Zweckverbandes TAWEG vom Kunden im privaten Bereich bzw. vom Zweckverband TAWEG im öffentlichen Bereich getragen.

 

Wann steht Trinkwasser im ganzen Haus zur VerfĂŒgung?

Nach Fertigstellung der Trinkwasser-Hausinstallation durch den Vertragsinstallateur (Meldung an den Zweckverband TAWEG) kann der WasserzÀhler montiert und der Anschluss fachgerecht in Betrieb genommen werden. Dann steht der Trinkwasserentnahme im Haus nichts mehr im Wege.

 

Der WasserzÀhler

Nach § 18 der Allgemeinen Bedingungen zur Versorgung mit Wasser (AVB Wasser V) und der DIN 1988 ist das Wasserversorgungsunternehmen verpflichtet, die durch den Kunden verbrauchte Wassermenge durch Messeinrichtungen festzustellen, die den Regeln der Technik und den eichrechtlichen Vorschriften entsprechen.
Der WasserzÀhler ist Eigentum des Wasserversorgungsunternehmens.
In regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden (in der Regel 6 Jahre) wird der WasserzĂ€hler ausgewechselt.
Nach langen, harten Wintern werden gehĂ€uft SchĂ€den an den Messeinrichtungen festgestellt, die auf Frosteinfluss zurĂŒckzufĂŒhren sind. Der Schutz des ZĂ€hlers gehört zu den Kundenpflichten. Dabei ist ein geeigneter Einbauort zu wĂ€hlen, ein frostfreier Schacht oder Keller sind dafĂŒr ausreichend.
Trotzdem sollte im Winter regelmĂ€ĂŸig kontrolliert werden, dass offene Fenster oder LĂŒftungsöffnungen nicht doch zum Gefrieren des ZĂ€hlers fĂŒhren können.
Vorbeugendes Handeln spart Wege, Zeit und vor allem Geld, denn die Kosten fĂŒr den durch Frost zerstörten ZĂ€hler und fĂŒr dessen Auswechslung trĂ€gt der Kunde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Modell eines Hausanschlusses und komplette WasserzÀhlergarnitur Qn 2,5
– der rote Pfeil markiert die Grenze von öffentlichen zum privaten Bereich

 

 

 

Weitere wichtige Hinweise

HausanschlĂŒsse werden ausschließlich vom Zweckverband TAWEG hergestellt, unterhalten, erneuert, geĂ€ndert, abgetrennt oder beseitigt.

Die Hausanschlussleitung auf dem GrundstĂŒck (außerhalb und innerhalb des GebĂ€udes) muss leicht zugĂ€nglich sein. Die Trasse darf weder ĂŒberbaut, noch mit aufwendigen StrĂ€uchern und BĂ€umen ĂŒberpflanzt sein; auch darf sie keine ungewöhnlich hohe Überdeckung (aber mindestens 1,35 m) aufweisen.

Zu vorhandenen Wasserversorgungsleitungen sind feststehende MindestabstÀnde (entsprechend
DIN EN 805 und DVGW-Regelwerk W 403) und zu Anschlussleitungen ein Abstand von mindestens 1 m einzuhalten.
Bei Mitverlegung anderer Versorgungsleitungen betrÀgt der horizontale Mindestabstand 0,4 m. Eine Kreuzung von Anschlussleitungen sollte nach Möglichkeit vermieden werden.

Jede BeschĂ€digung insbesondere das Undichtwerden von Leitungen sowie sonstige Störungen sind unverzĂŒglich dem Zweckverband TAWEG mitzuteilen.

Ist fĂŒr die Verlegung der Anschlussleitung die Benutzung fremder PrivatgrundstĂŒcke erforderlich,
so hat der Antragsteller die schriftliche Zustimmung der jeweiligen GrundstĂŒckseigentĂŒmer vorher einzuholen.

 

Wichtige Hinweise zum Einsatz einiger Materialien in der Hausinstallation

Der „eingetragene“ Installateur ist gut beraten, wenn er den Einsatz des entsprechenden Materials von der Beschaffenheit des betreffenden Trinkwassers abhĂ€ngig macht.
GrundsĂ€tzlich stehen verschiedene Materialien mit den unterschiedlichsten Eigenschaften zur VerfĂŒgung; der Installateur ist mit diesen Eigenschaften vertraut und zustĂ€ndig (nach DIN 1988) fĂŒr die Auswahl des Materials.

 

Einsatz von Kupfer

Kupferrohre (auch Kupferboiler) in der Hausinstallation können nach lĂ€ngerem Stehen des Trinkwassers in den Leitungen zu höheren Kupferkonzentrationen fĂŒhren. Eine höhere Kupferbelastung des Wassers kann ebenfalls auftreten, wenn das Trinkwasser einen grĂ¶ĂŸeren Anteil an freier KohlensĂ€ure hat.
FĂŒr die Bereitung von SĂ€uglingsnahrung sollte das stehende Wasser vorher mindestens 2 Minuten ablaufen.

 

Einsatz von Blei

Vereinzelt sind noch Hausanschlussleitungen und Hausinstallationen aus Blei zu finden. Bleirohre erkennt man daran, dass sie weich, meist wulstig verlötet (nicht verschraubt) und oft in geschwungenen Linien verlegt sind.
Laboranalysen aus solchen Anlagen beweisen, dass bei einer Vielzahl von Stagnationsproben (lange Verweildauer des Wassers in der Leitung z. B. ĂŒber Nacht – teilweise auch schon nach 1 Stunde) gravierende GrenzwertĂŒberschreitungen in der Bleikonzentration vorhanden waren.
Bei stĂ€ndiger Aufnahme kleiner Bleimengen ist ein Gesundheitsrisiko durch eine chronische Belastung gegeben. Dabei ist wĂ€hrend der Schwangerschaft, bei SĂ€uglingen und Kleinkindern das Risiko besonders groß.
Um das Gesundheitsrisiko zu senken, ist vor der Verwendung zum Trinken oder Kochen das Wasser grundsĂ€tzlich so lang ablaufen zu lassen, bis es merklich kĂŒhler wird. Ein Einsatz so genannter Wasserfilter ist nicht zu empfehlen.
Die sicherste und beste Lösung allerdings ist das Auswechseln der Bleirohre.