Zweckverband Trinkwasserversorgung
und Abwasserbeseitigung
Weiße Elster-Greiz

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Abwasser

 

Auch f├╝r den ÔÇ×Abtransport des gebrauchten WassersÔÇť gelten hohe Qualit├Ątsstandards ÔÇô vor allem zur Gew├Ąhrleistung der strikten Trennung von Abwasser und Trinkwasser sowie zum Schutz der Umwelt.
Die ordnungsgem├Ą├če und gesicherte Abwasserableitung vom Grundst├╝ck ├╝ber Kan├Ąle mit anschlie├čender Reinigung in der Kl├Ąranlage dient schlie├člich der Gesundheit und der Sauberkeit unserer Fl├╝sse und Seen.

Infoblatt Abwasser – Technische Anschlussbedingungen

 

Rechtliche Grundlagen

Anschlussrecht

Jeder Eigent├╝mer ist berechtigt und verpflichtet, sein Grundst├╝ck, auf dem Abwasser anf├Ąllt, an eine ├Âffentliche Abwasserbeseitigungsanlage anzuschlie├čen (Anschlusszwang). Ein Anschlusszwang besteht nicht, wenn der Anschluss an eine ├Âffentliche Abwasserbeseitigungsanlage rechtlich oder tats├Ąchlich unm├Âglich ist. Das hei├čt, das Benutzungsrecht erstreckt sich nur auf solche Grundst├╝cke, die durch ├Âffentliche Abwasserbeseitigungsanlagen erschlossen sind. Die Grundst├╝ckseigent├╝mer k├Ânnen nicht verlangen, dass neue Kan├Ąle im ├Âffentlichen Bereich durch das Abwasserentsorgungsunternehmen hergestellt oder bestehende ge├Ąndert werden.

 

Ein Benutzungsrecht besteht nicht, wenn:

Das Abwasser wegen seiner Art und Menge nicht ohne weiteres der ├Âffentlichen Abwasserbeseitigungsanlage ├╝bernommen werden kann und besser von demjenigen behandelt wird, bei dem es anf├Ąllt ÔÇô soweit die gesonderte Behandlung des Abwassers das Wohl der Allgemeinheit nicht beeintr├Ąchtigt.

Die Abwasserbeseitigung wegen der Lage des Grundst├╝cks oder aus sonstigen technischen oder betrieblichen Gr├╝nden dem Zweckverband TAWEG, erhebliche Schwierigkeiten und Kosten bereitet oder besondere Ma├čnahmen erfordert.

 

Genehmigungspflicht

Ein Abwasseranschluss ist genehmigungspflichtig. Auf Antrag erteilt dazu der Abwasserbeseitigungs-pflichtige dem Grundst├╝ckseigent├╝mer oder Erbbauberechtigten die Genehmigung zum Anschluss an die ├Âffentlichen Abwasseranlagen.

Die ├Âffentlichen und privaten Abwasseranlagen sollen f├╝r viele Jahrzehnte m├Âglichst ohne St├Ârungen funktionieren. Deshalb ist beim Bau solcher Anlagen darauf zu achten, dass sie nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik hergestellt und betrieben werden.

Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens achtet der Zweckverband TAWEG darauf, dass die geplante Anlage den technischen Vorschriften, z.B. der DIN 1986 (Grundst├╝cksentw├Ąsserungsanlagen), und den Bedingungen der Entw├Ąsserungssatzung entspricht. Erst dann darf gebaut werden.

 

Technische Grundlagen

Ein Abwasseranschluss setzt eine ├Âffentliche Abwasserbeseitigungsanlage voraus. Dieser besteht aus einem Grundst├╝cksanschluss (Anschlusskanal) im Bereich von ├Âffentlichen Verkehrs- und Gr├╝nfl├Ąchen und einer Grundst├╝cksentw├Ąsserungsanlage.

Die Grundst├╝cksentw├Ąsserungsanlage umfasst Leitungen ÔÇô im Erdreich oder Fundamentbereich verlegt ÔÇô die das Abwasser dem Anschlusskanal (├ľffentlichkeit) zuf├╝hren, sowie Kontrollsch├Ąchte.

Bei einem Vollanschluss sind Abwasseranlagen in Form von ├Âffentlichen Kan├Ąlen, Regenr├╝ckhaltebecken, Regen├╝berl├Ąufen, Abwasserpumpwerken und Abwasserbehandlungsanlagen (zentrale Kl├Ąranlagen) nachgeschaltet. Bei einem Teilanschluss besteht die Abwasseranlage aus ├Âffentlichen Kan├Ąlen, die in einem Vorfluter (Gew├Ąsser oder Auslauf in offenen Graben) enden. Eine grundst├╝ckseigene Abwasservorreinigungsanlage muss vorhanden sein. Die Ableitung von unbehandelten Abw├Ąssern (Grauw├Ąsser) in Grund- bzw. Oberfl├Ąchengew├Ąsser ist nicht mehr zul├Ąssig.

 

Planung des Anschlusses

Schon in der Planungsphase sollte ein Fachmann einbezogen werden. Ansprechpartner finden Sie im Installateurverzeichnis des ZV TAWEG. Gern k├Ânnen Sie sich auch an einen entsprechenden Bauplaner wenden.

Die Auskunft ├╝ber die Lage des Anschlusskanals f├╝r das Grundst├╝ck und die vorliegenden technischen Besonderheiten, wie Abwasserableitung im Mischsystem (Schmutz- und Regenwasserableitung in zwei Kan├Ąlen) erh├Ąlt der Grundst├╝ckseigent├╝mer bei seinem zust├Ąndigen Abwasserentsorgungsunternehmen mit dem Antragsformular. In einem Schmutzwasserkanal darf keinesfalls Regen- oder Drainagewasser eingeleitet werden!!

Im Entw├Ąsserungsplan des Grundst├╝cks und dem dazugeh├Ârigen L├Ąngsschnitt sind vorhandene, au├čer Betrieb zu nehmende und geplante Leitungen von den Anfallstellen des Abwassers (z.B. WC oder Waschbecken) bis zur Anbindung an den ├Âffentlichen Kanal darzustellen. Angaben und Nennweiten, Gef├Ąlle, Materialart und Bezugsh├Âhen m├╝ssen ebenfalls ersichtlich sein. Dieser Plan muss dem Zweckverband TAWEG vor Baubeginn vorliegen.

Wichtig ist bei der Planung auch ├╝ber eine R├╝ckstausicherung nachzudenken.

 

 

Installation

├ľffentliche Abwasseranschl├╝sse (Anschlusskan├Ąle) werden vom Zweckverband TAWEG hergestellt, unterhalten, erneuert, ge├Ąndert, abgetrennt und beseitigt. Die Art, Anzahl und Lage der Anschlusskan├Ąle sowie deren ├änderung bestimmt der ZV TAWEG nach geltendem Satzungsrecht und unter Abw├Ągung der berechtigten Interessen des Grundst├╝ckseigent├╝mers. Den Aufwand f├╝r die Herstellung, Unterhaltung, Erweiterung, Erneuerung und Beseitigung eines zweiten Anschlusses im Mischsystem tr├Ągt der Grundst├╝ckseigent├╝mer.

Die Gr├Â├če des Kontrollschachtes richtet sich nach der Verlegetiefe. Der Schacht ist Bestandteil der Grundst├╝cksentw├Ąsserungsanlage. Die Kosten tr├Ągt der Grundst├╝ckseigent├╝mer.

Die Grundst├╝cksentw├Ąsserungsanlage darf erst nach der Abnahme bei noch offenen Rohrgr├Ąben und Baugruben in Betrieb genommen werden. Die Abnahme erfolgt bei rechtzeitiger Beantragung durch den ZV TAWEG. Dem Antrag zur Abnahme sind die Planungsunterlagen im Ma├čstab 1:5000 beizuf├╝gen. Sie befreit den Bauherren, Planverfasser, Bauleiter und das bauausf├╝hrende Unternehmen nicht von ihrer Verantwortlichkeit f├╝r die vorschriftsm├Ą├čige und fehlerfreie Ausf├╝hrung der Arbeiten.

Der ZV TAWEG ist jederzeit berechtigt, die Grundst├╝cksentw├Ąsserungsanlagen zu pr├╝fen. Die Grundst├╝ckseigent├╝mer haben den Zutritt zum Grundst├╝ck und den zur Pr├╝fung notwendigen Einblick in die Betriebsvorg├Ąnge zu gew├Ąhren und erforderliche Ausk├╝nfte zu erteilen sowie Genehmigungsunterlagen zur Einsichtnahme bereitzuhalten. Werden bei der Pr├╝fung M├Ąngel festgestellt, so sind diese vom Grundst├╝ckseigent├╝mer unverz├╝glich zu beseitigen.

 

Kosten

Der Anschlusskanal, d.h. der Abzweig vom Abwassersammelkanal im ├Âffentlichen Bereich bis zur Grundst├╝cksgrenze, wird vom Zweckverband TAWEG oder in dessen Auftrag gebaut und unterhalten. Die Herstellungs- und Unterhaltungskosten werden jedoch auf das bevorteilte Grundst├╝ck in Form von Beitr├Ągen umgelegt.

Die Grundst├╝cksentw├Ąsserungsanlage einschlie├člich des Revisionsschachtes, welcher in der N├Ąhe der Grundst├╝cksgrenze innerhalb des Grundst├╝cks errichtet werden muss, ist vom Grundst├╝ckseigent├╝mer auf seine Kosten herzustellen, zu unterhalten und nach Bedarf gr├╝ndlich zu reinigen.

 

Verwendung bestehender Anlagen

Grunds├Ątzlich m├╝ssen grundst├╝ckseigene Abwasservorreinigungsanlagen mit dem Anschluss eines Grundst├╝cks an den neuen Kanal au├čer Betrieb genommen werden. Wird Abwasser vor Ableitung in den ├Âffentlichen Kanal, in Gruben oder ├Ąhnlichen Anlagen gesammelt, entstehen F├Ąulnisprozesse und Gasbildungen, die Sch├Ąden am Kanalnetz hervorrufen und zu Betriebsproblemen in den zentralen Abwasseranlagen f├╝hren k├Ânnen.

Statt des Verf├╝llens oder Abrei├čens dieser Anlagen ist eine weitere Nutzung zur Speicherung von Regenwasser m├Âglich. Eine gr├╝ndliche Leerung und Reinigung der Anlagen vor Abbruch oder Weiternutzung ist dringend erforderlich. Vorhandene Grundst├╝cksleitungen k├Ânnen bei gutem Bauzustand ÔÇô insbesondere Dichtheit und ausreichender Dimensionierung (DN 150) ÔÇô weiter f├╝r die Ableitung von Abw├Ąssern ohne Vorbehandlung genutzt werden.

 

Erneuerung und Stilllegung alter Anschl├╝sse

Entspricht der Anschlusskanal nicht mehr den allgemein anerkannten Regeln der Technik, so wird dieser vom Zweckverband TAWEG erneuert. Die Kostenbeteiligung f├╝r den Grundst├╝ckseigent├╝mer kann die Folge sein.
Bestehende Grundst├╝cksentw├Ąsserungsanlagen sind vom Grundst├╝ckseigent├╝mer auf seine Kosten zu ├Ąndern, wenn Menge und Art des Abwassers und die Lage des Anschlusskanals dies erfordern. Soll die Grundst├╝cksentw├Ąsserungsanlage vor├╝bergehend oder dauernd au├čer Betrieb gesetzt werden, so ist dies beim Zweckverband TAWEG anzuzeigen. Dieser kann den Anschlusskanal im ├Âffentlichen Bereich verschlie├čen oder beseitigen. Der Aufwand ist vom Grundst├╝ckseigent├╝mer zu ersetzen.